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Einspeisevergütungs-Rechner Solar (EEG 2026)

Berechnen Sie Ihre jährliche EEG-Einspeisevergütung. Kostenloser Rechner mit Februar 2026 EEG-Sätzen: 7,86 ct Überschuss, 12,45 ct Vollein­speisung ≤10 kWp.

Einspeisevergütungs-Rechner Solar

Jahresertrag
6,071 kWh
Jährliche Einspeisevergütung
310 €
Eigenverbrauchs-Ersparnis
759 €
Gesamtwert pro Jahr
1.069 €
So funktioniert die Rechnung
Jahresertrag: 6,071 kWh
Self-consumed: 2,125 kWh · Jährlich eingespeist: 3,946 kWh
Mischwert €/kWh: 0 €

So funktioniert der Rechner

Der Einspeisevergütungs-Rechner berechnet den jährlichen Euro-Wert einer Photovoltaikanlage aus zwei Quellen: dem Eigenverbrauchsvorteil (vermiedener Strombezug zum Haushaltsstrompreis) und der EEG-Einspeisevergütung für die ins Netz eingespeisten Überschüsse. Standardwerte basieren auf Bundesnetzagentur-Februar-2026-Sätzen und BDEW-Q1-2026-Strompreisen.

Sechs Eingaben:

  1. Anlagengröße (kWp) — Durchschnittliche Wohnhausanlage 2025 in Deutschland: 9,5 kWp laut BSW-Solar. Für die Dimensionierung anhand Ihres Verbrauchs: Wie viele Solarmodule brauche ich Rechner.
  2. Sonnenstunden pro Tag — DWD-Jahresmittelwerte: Freiburg 3,1, München 2,9, Stuttgart 2,8, Köln 2,6, Berlin 2,7, Hamburg 2,5. Globalstrahlung 1.000–1.200 kWh/m²/Jahr südliche/nördliche Bundesländer.
  3. Jahresverbrauch (kWh) — BDEW Standardwert: 2-Personen 3.500 kWh, 4-Personen 4.500 kWh, mit Wärmepumpe +4.000–6.000 kWh.
  4. Strompreis (€/kWh) — BDEW Q1 2026 Haushaltsstrompreis Durchschnitt 35,7 ct. Verbraucherzentrale Rechner zeigt 32–42 ct je nach Region und Tarif (Grundversorger vs. Sondertarif).
  5. Einspeisevergütung (€/kWh) — BNetzA Februar 2026: 7,86 ct Überschuss ≤10 kWp, 12,45 ct Volleinspeisung ≤10 kWp.
  6. Eigenverbrauchsquote (%) — Ohne Speicher 25–35%, mit 5–10 kWh Speicher 60–80%.

Die Rechnung im Detail

Jahresproduktion_kWh  = Anlage_kWp × Sonnenstd/Tag × 365 × 0,77 (Performance Ratio)
Eigenverbrauch_kWh    = min(Jahresverbrauch_kWh, Produktion × EV_Quote/100)
Einspeisung_kWh       = Produktion - Eigenverbrauch
Eigenverbrauchswert_€ = Eigenverbrauch_kWh × Strompreis
Einspeiseerlös_€      = Einspeisung_kWh × EEG_Vergütung
Jahresertrag_€        = Eigenverbrauchswert + Einspeiseerlös

Die 0,77 ist die Performance Ratio nach IEC 61724 — sie berücksichtigt Wechselrichter-Verluste (3–4%), Verschmutzung (2–5%), Temperaturderating bei hohen Modultemperaturen (5–8%), Leitungsverluste (1–2%) und Modul-Mismatch (1–2%). Das Fraunhofer ISE veröffentlicht in seinem PVMonitor-Bericht 2025 einen deutschen Flotten-Durchschnittswert von 0,82 — wir rechnen konservativer.

Rechenbeispiel: 10 kWp-Anlage in Frankfurt mit Überschusseinspeisung

  • Anlage: 10 kWp, 2,8 Sonnenstunden/Tag (DWD Frankfurt), 0,77 PR
  • Jahresproduktion: 10 × 2,8 × 365 × 0,77 = 7.866 kWh/Jahr (BSW-Solar typischer Jahresertrag 8.000–9.500)
  • Jahresverbrauch: 3.500 kWh, Strompreis 35,7 ct (BDEW Q1 2026)
  • EEG Februar 2026: 7,86 ct Überschuss
  • Eigenverbrauch 30% ohne Speicher → 2.360 kWh × 35,7 ct = 843 €
  • Eingespeist: 7.866 − 2.360 = 5.506 kWh × 7,86 ct = 433 €
  • Jahresertrag: 1.276 €/Jahr — Mischwert 16,2 ct/kWh

Mit 10 kWh Lithium-Speicher (BYD Battery-Box, Sonnen, Senec, Varta):

  • Eigenverbrauch steigt auf 70% → 5.506 kWh × 35,7 ct = 1.966 €
  • Eingespeist: 2.360 kWh × 7,86 ct = 186 €
  • Jahresertrag: 2.152 €/Jahr — Speicher liefert 876 €/Jahr Mehrertrag

Speicher-Amortisation bei 10.000 € installiert: 11,4 Jahre. Bei 8.000 € installiert (typischer 2026-Preis für 10 kWh): 9,1 Jahre. Da Lithium-Speicher 15–20 Jahre halten und nach Ablauf der EEG-Vergütungsdauer (Jahr 21+) den Hauptwert generieren, lohnt sich der Speicher fast immer.

Volleinspeisung lohnt sich nur in Sonderfällen

Bei Volleinspeisung wird der gesamte produzierte Strom direkt ins Netz eingespeist und über separaten Zähler abgerechnet. Vorteil: höhere Einspeisevergütung (12,45 ct statt 7,86 ct ≤10 kWp). Nachteil: kein Eigenverbrauchsvorteil zu 35,7 ct Strompreis.

Volleinspeisung lohnt sich nur, wenn:

  1. Der Haushalt sehr wenig Tagstrom verbraucht (z. B. berufstätige Paare ohne Wärmepumpe, < 2.000 kWh/Jahr).
  2. Die Anlage > Verbrauch (große Dachfläche, kleines Haus).
  3. Eine zweite separate Volleinspeise-Anlage parallel betrieben wird — Eigenverbrauchsanlage + Überschussanlage als Hybrid.

Rechenbeispiel Vollein­speisung 10 kWp:

  • 7.866 kWh × 12,45 ct = 979 €/Jahr
  • Vergleich mit Überschuss + 30% EV oben: 1.276 €/Jahr (297 € mehr)

Mit höherem Eigenverbrauch (Speicher, Wärmepumpe) wird die Lücke noch größer. Volleinspeisung ist daher 2026 in 90% der Wohnhausfälle nicht die optimale Wahl.

KfW 270 Finanzierung

Die KfW Bank fördert Photovoltaik weiterhin über das Programm 270 “Erneuerbare Energien — Standard”. Konditionen 2026:

  • Effektiver Zinssatz ab 4,11% p.a. (Stand März 2026, bonitätsabhängig 4,11–8,02%).
  • Laufzeit bis 20 Jahre, davon 1–3 Jahre tilgungsfrei.
  • Bis 100% finanzierbar, kein Eigenkapital nötig.
  • Antrag über Hausbank, vor Auftragserteilung an Installateur.

Bei einem 10 kWp-System für 14.000 € installiert und KfW 270 mit 4,5% / 15 Jahre: Monatsrate 107 €/Monat, gesamt 19.260 €. Jahresertrag 1.276–2.152 €/Jahr aus PV ergibt positiven Cashflow ab Jahr 2 (mit Speicher) bzw. Jahr 10 (ohne Speicher).

Wegfall der EEG-Vergütung nach 2046

Die ersten EEG-Anlagen sind bereits 2020 aus der 20-jährigen Vergütung gefallen (“Post-EEG”). Für diese Bestandsanlagen gibt es 2026 mehrere Direktvermarkter:

  • Naturstrom Direktvermarktung: 4–6 ct/kWh marktorientiert.
  • SonnenCommunity / Sonnenflat: Cloudspeicher-Modell, Eigenverbrauch + Reststrom.
  • Octopus Energy Outgoing DE (gestartet Q3 2025): dynamische Vergütung 3–11 ct.
  • Lichtblick Eigenverbrauchsoptimierung: AI-gesteuerter Stromhandel.

Für 2026 errichtete Anlagen ist Post-EEG noch 20 Jahre entfernt — Speicher und Eigenverbrauchsoptimierung gewinnen aber bereits jetzt an Bedeutung, weil die EEG-Vergütung von 7,86 ct deutlich unter dem Strompreis von 35,7 ct liegt.

Wärmepumpen-Heimladestrom-Kombi

Eine PV-Anlage mit Wärmepumpe ist 2026 wirtschaftlich besonders attraktiv:

  • Heimladestromtarife (z. B. Tibber Pulse, Stadtwerke spezielle WP-Tarife) bieten Tarife unter 25 ct/kWh für die Wärmepumpe.
  • Eigenverbrauch der PV deckt im Sommer 90%+ des Hauswärmebedarfs (Brauchwasser, geringere Heizlast).
  • Im Winter steigt die Wärmepumpenlast genau dann, wenn PV-Produktion am niedrigsten ist — Speicher hilft hier nur begrenzt.

Verbraucherzentrale-Berechnung 2025: 10 kWp PV + 8 kWh Speicher + Luft-Wasser-Wärmepumpe statt Gasheizung spart durchschnittlich 2.400 €/Jahr auf einem typischen 130 m² Einfamilienhaus.

Quellen

  • Bundesnetzagentur, EEG-Vergütungssätze gem. § 48 EEG, Veröffentlichung Februar 2026.
  • BDEW, Strompreisanalyse Q1 2026.
  • BSW-Solar Bundesverband Solarwirtschaft, Photovoltaik-Marktdaten Q4 2025.
  • Verbraucherzentrale Bundesverband, PV-Wirtschaftlichkeitsrechner 2026.
  • Deutscher Wetterdienst (DWD), Globalstrahlungsatlas 2024.
  • Fraunhofer ISE, PVMonitor Jahresbericht 2025.
  • KfW-Bank, Förderprogramm 270 — Konditionsblatt März 2026.
  • Marktstammdatenregister, Bundesnetzagentur.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die EEG-Einspeisevergütung 2026?
Die Bundesnetzagentur hat im Februar 2026 die folgenden Sätze veröffentlicht (gültig vom 1. Februar 2026 bis 31. Juli 2026): Überschusseinspeisung (Eigenverbrauch + Einspeisung): 7,86 ct/kWh bis 10 kWp Anlagenleistung, 6,80 ct/kWh für den Anteil von 10–40 kWp. Volleinspeisung (gesamter Strom eingespeist): 12,45 ct/kWh bis 10 kWp, 10,44 ct/kWh für 10–40 kWp. Die Vergütung wird für 20 Jahre ab Inbetriebnahme garantiert (§ 25 EEG). Die nächste Degression erfolgt halbjährlich; aktuelle Sätze siehe bundesnetzagentur.de.
Lohnt sich Volleinspeisung oder Überschusseinspeisung mehr?
Bei einem Haushaltsstrompreis von 35–40 ct/kWh und einer Eigenverbrauchsquote von 25–35% rentiert sich Überschusseinspeisung fast immer. Beispiel 10 kWp Anlage: Volleinspeisung 9.500 kWh × 12,45 ct = 1.183 €/a. Überschusseinspeisung mit 30% Eigenverbrauch: 2.850 kWh × 35,7 ct (gesparter Strompreis) + 6.650 kWh × 7,86 ct = 1.018 + 523 = 1.541 €/a. Die Mehrrente von 358 €/a entspricht etwa 4 ct mehr pro produzierter kWh. Mit Batteriespeicher und 70% Eigenverbrauch klettert der Vorteil auf 800–1.200 €/a.
Wie lange gilt die EEG-Vergütung?
20 Jahre ab Datum der Inbetriebnahme, plus das Restjahr der Inbetriebnahme (§ 25 EEG 2023). Eine Anlage, die im Juni 2026 in Betrieb geht, erhält den Februar-2026-Vergütungssatz garantiert bis zum 31. Dezember 2046. Nach 20 Jahren fallen Bestandsanlagen aus der EEG-Vergütung und können entweder über einen Direktvermarkter (z. B. SonnenCommunity, Octopus Energy DE, Naturstrom) gegen einen marktorientierten Tarif zwischen 5–8 ct/kWh weiterverkaufen oder in Eigenverbrauch + Cloud-Speicher überführt werden.
Welche Steuern fallen auf die Einspeisevergütung an?
Seit dem Jahressteuergesetz 2022 sind Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern und bis 15 kWp je Wohneinheit auf Mehrfamilienhäusern einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Die Umsatzsteuer beträgt seit 1. Januar 2023 0% auf Anschaffung, Lieferung und Installation (§ 12 Abs. 3 UStG, Nullsteuersatz). Sie können in der Regel den Status Kleinunternehmer (§ 19 UStG) wählen und sind dann auch von der USt-Erhebung auf Einspeiseerlöse befreit. Eine Steuerberatung ist bei Anlagen über 30 kWp empfohlen — Gewerbesteuer und Buchführungspflicht können dann relevant werden.
Was passiert, wenn meine Anlage nicht ins Marktstammdatenregister eingetragen ist?
Ohne Eintragung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur entfällt der Anspruch auf EEG-Vergütung ab dem Tag der Inbetriebnahme. Die Eintragung muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen (§ 8 MaStRV). Spätere Eintragungen führen zu einer Vergütungsstrafe von 20% der ausgezahlten Beträge oder zur vollständigen Vergütungssperre bis zur Eintragung. Der MaStR-Eintrag ist kostenlos und dauert ca. 15 Minuten online unter marktstammdatenregister.de.

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